Chronik

1920
Nach dem ersten Weltkrieg waren Männer und Frauen, davon viele Kriegerwitwen gezwungen, in der Fabrik zu arbeiten. Aufgrund fehlender Betreuungs- und Versorgungsmöglichkeiten für die Kinder hatte der damalige Pfarrer Albert Graf von Preysing die Idee, ein Kinderheim zu gründen. Er organisierte Sammelaktionen, Theateraufführungen und Wohltätigkeitsveranstaltungen, deren Erlös für den Bau verwendet werden sollte.

1923
folgte die Inflation.

1924
Ein Jahr darauf wurde der Kath. Frauenbund e.V. gegründet. Unter der Leitung von Frau Anna Friesch stellte sich der Verein die Aufgabe, die Errichtung des Kinderheims zu unterstützen. Es fanden erneut Sammelaktionen statt.

1925
Dank der Baugrundstiftung von Herrn Pauli-Neumüller aus Gmund und der kostenlosen Bauleitung durch Herrn Alois Degano sowie einem Startkapital von 1000 DM konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Baukosten insgesamt beliefen sich auf 52.000 DM. Davon wurden 10.000 DM über freiwillige Arbeit, Spenden, Holzlieferungen, Hand- und Spanndienste finanziert. Die Bürgschaft für die Hypotheken übernahmen die Gemeinden Gmund und Dürnbach.

1926
Am 12. Oktober 1926 weihte Kardinal Michael von Faulhaber das Kinderheim ein. Träger war der Kath. Frauenbund. Die Leitung hatten die Niederbronner Schwestern inne. Patron des Hauses war Papst Pius X., der als Patron der Kinder galt. Am 15. Oktober wurde das Piusheim für 60 Kindergartenkinder und für Ferienkinder eröffnet. Ebenso wurden Nähkurse für junge Frauen aus Gmund angeboten.

1933
Aufgrund des Bürgschaftsentzugs durch die Gemeinde war der kath. Frauenbund gezwungen, das Piusheim zu verkaufen. Sie schlossen einen Kaufvertrag mit dem Ehepaar Verdang ab.

1924
übernahmen die Schwestern von den Hl. Familien die Trägerschaft und Leitung. Es wurde ein Erbpachtvertrag mit dem Ehepaar Verdang unterzeichnet.

1942
Durch die bestehende Hauskapelle (Konkordat mit Rom) sowie durch die Belegung mit Krippenkindern eines ausgebombten Münchner Säuglingsheims (Veranlasser: Dr. Maurer) konnte das Piusheim vor der Enteignung gerettet werden.

1952
wurde angebaut bzw. das Piusheim erweitert.
Am 1. Oktober begann ein Grundausbildungslehrgang für Hauswirtschaft.

1972
Zwanzig Jahre später wurde wiederum angebaut. Es entstand ein Neubau für eine private Internatsschule mit Grundausbildungslehrgängen für Haushalt und Kinderpflege für 40-50 Schülerinnen.

1977
wurde der Kindergarten erweitert. Er zog in die neuen Räume um und hatte ein Platzangebot für 100 Kinder in 4 Halbtags-/Wechselgruppen.

1990
Im September entstand eine zusätzliche Langzeitgruppe (6 Stunden) im Schultrakt.

1992
gaben die Schwestern der Hl. Familie die Trägerschaft an die Gemeinde Gmund a. Tegernsee ab. Die Kinderpflegerinnenschule wurde aufgelöst.

1994
wurde die ehemalige Schule in Kindergartenräume umgebaut.

1995
Ein Jahr darauf übergab die kirchliche Leitung, Schwester Immolata Beer, ihre Funktion an eine weltliche Erzieherin ab.

1996
Am 28.Februar 1996 wurde der Förderverein Pius-Kindergarten e.V. gegründet. Er unterstützt seither die Einrichtung finanziell bzw. mit Sachspenden.
Im September bezogen fünf Kindergartengruppen das umgebaute Schulhaus. Insgesamt konnten ca. 130 Kinder aufgenommen werden.
Die Einweihungsfeier fand am 19. Oktober statt. Die Pfarrherren Streibelt und Merkel segneten die Räume. Das Piusheim wurde in Pius-Kindergarten umbenannt.

2000
Nach der Bürgermeisterwahl wurde der Großneffe des Gründers, Georg von Preysing, neuer Trägervertreter.

2001
Im Jahr darauf feierte der Kindergarten das 75jährige Jubiläum.

2003
Im September wurde aufgrund der vielen Anmeldungen eine weitere Gruppe im Untergeschoß eröffnet.

2007
In den ehemaligen Kindergartenräumen des Altbaus (Anbau Piusheim) öffnete der Pius-Kinderhort für Schulkinder. Ebenso erhielt der Pius-Kindergarten die Betriebserlaubnis zur Aufnahme von Integrationskindern, d.h. er darf sich Integrationskindergarten nennen.

2013
Im September öffnet die kommunale Kinderkrippe mit 30 Plätzen direkt gegenüber dem Kindergarten